Wee thoughts on 2008-01-31

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  • In schottland wütet grade ein Orkan! Das wetter war heut echt komisch. Morgens blauer himmel, dann schnee, jetzt regen und sturm! #

Vor kurzem (25. Jan) war hier in Schottland “Burns Night“. Robert Burns ist quasi einer der “Nationalhelden” Schottlands und zählt sicherlich zu den berühmtesten Genossen hier. War leider bei keiner Veranstaltung, aber am FR wird bei uns auf Arbeit nachgefeiert. Komischer weise feiern die hier seinen Todestag und nicht wie bei uns eher üblich, den Geburtstag. Egal, hab jedenfalls ne echt gut gemachte Seite dazu gefunden: http://www.scotland.org/burns-night/interactive/. Tipp: Klickt mal auf “Poems – Address to a haggis”. Hab bis heute nicht verstanden, wie man Innereien im Schafsmagen eine Ode widmen kann :-)

Wee thoughts on 2008-01-29

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  • Sehr gut, SENTANTA zeigt Dortmund gegen Bremen grad live! Und wir führen :-) #

Jetzt bin ich schon fast fünf Monate in Schottland, aber über Arbeit hab ich hier im Blog glaub ich noch nicht geschrieben. Zeit wirds.

Am Anfang hab ich mir natürlich schon ein bisschen Sorgen gemacht wie einfach/schwer es hier wird Arbeit zu finden. Als Deutscher, der die neusten Arbeitslosenstatistiken immer am Monatsanfang in der Tagesschau serviert bekommt (macht die BBC nicht), der die monatelangen Hartz 4 Demonstrationen noch bildhaft vor Augen hat und dem auf Arbeit immer wieder gesagt wurde das Projekte ins Ausland gehen MÜSSEN, weil dort die Stundensätze ja viel niedriger sind, war ich zugegebener maßen schon ein wenig verunsichert.

Bevor ich hier her gezogen bin hab ich mich natürlich schon ein bisschen schlau gemacht und auch u.a. "Testbewerbungen" losgeschickt. Umso überraschter war ich dann, als ich mich echt mal an nem Nachmittag um 14:00 Uhr online für einen Job beworben habe und gegen 15:30 Uhr einen Anruf von na Firma aus Edinburgh bekam, die meine Bewerbung erhalten haben. Dummerweise musste ich denen dann erstmal verklickern das ich erst in 1-2 Monaten in Schottland. Um so mehr war ich dann aber überrascht dass am folgenden Tag echt noch 2 andere Typen von der Insel wegen der Bewerbung angerufen haben.

Diese Erfahrung hatte mich jedenfalls erstmal ein bisschen beruhigt. So richtig "richtig" hab ich dann erst angefangen mich zu bewerben als ich nach Schottland gezogen bin. Online Stellenbörsen gibt es hier eigentlich ne ganze Menge. Mit die Besten, wie ich finde, sind aber monster.co.uk, totaljobs.com und s1jobs.com. Insgesamt war ich keine 14 Tage hier und hatte in dieser Zeit den ersten Kontakt zu einer Recruitment Agency, das darauf folgende Vorstellungsgespräch, einen Termin zur Vertragsunterzeichnung und meinen ersten Arbeitstag.

Insgesamt alles recht "locker" unbürokratisch, freundlich. In der darauf folgenden Zeit hätt ich dann bestimmt noch bei 3-4 anderen Buden anfangen können. Grade als Softwareentwickler und Softwarearchitekt sieht es in Glasgow/Edinburgh aber auch in Großbritannien insgesamt eigentlich echt gut aus. Von nem Freund, der nach Dublin gezogen ist weiß ich, das er meine Zeit sogar um ein paar Tage geknackt hat :-). Ich bin bei meiner Firma als Senior .NET Developer angestellt. Das Gehalt ist gut, das Projekt interessant und die Firma……scheiße. Aber dazu später mehr…

Überrascht war ich auch als ich meine erste Lohnabrechnung bekommen hab. Als Deutscher hab ich mein Bruttogehalt natürlich erstmal vorsichtig grob durch zwei geteilt um mir eine Vorstellung von dem zu machen was unterm Strich auf meinem Konto landet. Pustekuchen.

 

Neben der Einkommenssteuer ist der Beitrag zur Staatlichen Krankenversicherung (NHS) das einzige was vom Lohn abgeht. Über das Thema Steuern und Sozialversicherung werd ich aber demnächst noch mal separat was schreiben. Bis jetzt bin ich mir noch nicht sicher welches System (Sozalversicherung) besser funktioniert. Das Soziale Rund-um-Wohlfühlpaket in Deutschland oder der eher Minimalistiche Ansatz hier. Obwohl so minimalistich ist es auch wieder nicht und die Arbeitslosenquote und das Wirtschaftswachstum verglichen mit Deutschland sprechen für sich.

Ich habe gestern im ZDF (Mediathek) einen Bericht über die Bahn in Großbritannien gesehen. Und jeder der mal in Schottland oder überhaupt in Großbritannien die Bahn benutzt hat, bekommt auf jeden Fall eine andere Einstellung zur aktuellen Diskussion rund um die Privatisierung der Deutschen Bahn.

Mir fällt zum Beispiel so schnell kein anderes Land ein, in dem Bahnfahrkarten morgens und abends erheblich teurer sind als z.B. Mittags. Wenn ich also z.B. nach Edinburgh mit dem Zug fahren will, kostet mich das an einem Freitag um 17:00 Uhr ca. 30,- Euro. Mal angenommen ich würde anstatt um 17:00 Uhr um 15:00 Uhr die gleich Strecke fahren, würde mich das ca. 14 Euro kosten. Mach das mal in Deutschland mit einem der täglich von Lübben nach Berlin pendeln muss. Da schwingt die Bratsche aber nach, du…

Glasgow_Central

Für meine Monatskarte in Glasgow zahle ich z.B. 105 Euronen. Für das Geld kriegt man aber auch einiges geboten! Mehr frische Luft, weil mal in der Regel länger auf einen Bus warten muss als geplant(sehr praktisch auf dem Weg zur Arbeit). Kostenlose Zeitung am Morgen, weil man oft garnich anders kann als einem der 4 Leute die einem abwechselnd auf die Füße treten während man im Bus steht auf die Morgenlektüre zu schauen. Einen kostenlosen Slalom-Lauf im Hauptbahnhof (Glasgow Central Station). Ich hab einfach noch nie in meinem Leben einen so vollen Bahnhof gesehen. Jeden Morgen ist da die Hölle los. Die Leute stürmen quasi durch den Bahnhof um entweder noch den Zug zu bekommen (wer weiß ob der nächste auch fährt) oder aus dem Bahnhof rauszukommen und so schnell wie möglich ins Büro zu kommen weil es grad mal kurz aufgehört hat zu regnen (Jeder der mal in Glasgow war wird wissen das sie dennoch nass ankommen werden). Ich hab mir fest vorgenommen den “morgendlichen Wahnsinn” mit der Digicam zu filmen und ins Netz zu stellen.

Zum Schluss gibt es dann noch eine kostenlose Lektion in “Geduld”. In der Regel ist nämlich vor jedem Bahnsteig eine Schlange, weil man dort seine Fahrkarte vorzeigen muss. Das ist auch so n Quatsch. Meine Karte zeige ich auf dem Weg zur Arbeit 4 verschiedenen Personen. Dem Busfahrer, der Tante vorm Bahnsteig, dem Typen im Zug und der Tante die am Zielbahnsteig steht und lächelnd auf mich wartet. Von der Distanz her ist mein täglicher Weg zur Arbeit ca. 16 Kilometer. Dank des dicht gewebten Verkehrsnetzes in Glasgow und Umgebung fahr ich morgens gute 70 Minuten und abends gute 90 Minuten.

glasgowCentralBusy

Die U-Bahn ist definitiv die beste Möglichkeit sich in Glasgow fortzubewegen. Auch abgesehen davon, dass es nur eine Linie gibt und man den U-Bahn Ring in ca. 20 Minuten schaffen kann. Werd demnächst einmal etwas über die U-Bahn schreiben, die hat nämlich so einige Superlative zu bieten.

  • Nur kurz fürs Protokoll: Heut gabs den ganzen Tag über blauen Himmel und keinen Regen. Seit bestimmt 2-3 Wochen der erste Tag ohne Regen! #

My Twitter Updates for 2008-01-12

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  • Bin grad auf dem weg zurück von meinem ersten rugby match. Edinburgh hat Lencester geschlagen. Regeln versteh ich immer noch nichti #